16 Mar

2017

Das Magazin HORIZONT sprach mit Gabor Verheyen über die 4P-Studie zur Videoberatung

Seiner Meinung nach hakt es noch bei der praktischen Umsetzung: „Häufig fehlt es an der richtigen strategischen Einbettung. Die meisten Banken blicken beim Einsatz digitaler Services nur auf die Kostenersparnis, nicht auf zusätzliche Ertragsquellen.“

Wenn es um Videoberatung geht, darf sich die Sparkasse Niederrhein bundesweit zu den Vorreitern zählen. Nach einer Testphase sind jetzt alle 28 Geschäftsstellen zwischen Moers und Xanten mit dem Service ausgestattet. Kunden können nun per Knopfdruck mit ihrem Bankberater in Kontakt kommen, ohne die Filiale zu besuchen. Vor allem bei Servicethemen rund ums Girokonto sei der Videochat von zu Hause gefragt, erklärt Giovanni Malaponti, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Niederrhein: „Das können Fragen zur Kontokarte, zum Dispo und vielem mehr sein.“ Gute Erfahrungen habe man auch mit der Videolegitimation und der papierlosen Kontoeröffnung gemacht: „Damit konnten wir sogar schon einem unserer Kunden weiterhelfen, der zurzeit beruflich in Australien ist“, so Malaponti.

Was Videoberatung bringen kann, hat die Stuttgarter Unternehmensberatung 4P Consulting im Rahmen einer Studie untersucht. Befragt wurden 45 Regionalbanken, die den Service bereits einsetzen oder dies konkret planen. Das Ergebnis: Jeder zehnte Kunde nutzt Videoberatung, wenn sie angeboten wird. Ist ein direkter Kaufabschluss möglich, verzeichnen die Banken auch durchaus Ertragssteigerungen. Gabor Verheyen, Geschäftsführer 4P Consulting, geht davon aus, dass das Thema erst am Anfang steht: „Treiber der Entwicklung wird der medizinische Bereich sein, Videoberatung durch Ärzte wird künftig zum Standard werden.“ Darüber werden sich die Kunden nach Verheyens Einschätzung auch an entsprechende Services in anderen Branchen gewöhnen. So weit die Theorie.

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